THE STORY

1994 – Der Anfang bei JAM FM

Die Geschichte unserer Sendungen begann 1994 mit Anne Schmidt und Mario Olmos. Die beiden entwickelten ihr Konzept einer House-Sendung und übernahmen beim Berliner Radiosender JAM FM den bereits bestehenden Sendeplatz von The Housemusicfactory. Der Name war also schon da; Anne und Mario füllten ihn mit ihrer eigenen musikalischen Idee.

Freitags von 20 Uhr bis Mitternacht gehörte der Sendeplatz der House-Musik. Vier Stunden lang stand The Housemusicfactory im Programm von JAM FM. Mario stand regelmäßig selbst hinter den Turntables, dazu kamen die Sets wechselnder Guest-DJs.

1995 kam Tilo Fischer zum Team hinzu. Hinter der Produktion stand damit ein kleines Team aus drei Privatpersonen. Die Sendung wurde in einem selbst eingerichteten Studio in Bonn-Mehlem produziert.

Vom Studio ins Wohnzimmer

Für The Housemusicfactory hatten Anne und Mario eigens ein Studio eingerichtet. Dann kam das Rheinhochwasser und verwüstete den Raum. Die Produktion zog kurzerhand ins Wohnzimmer um.

Die Moderationen wurden im Gäste-WC aufgenommen. Dort ließ es sich ohne störenden Hall und Nebengeräusche sprechen. Praktisch war diese Aufteilung allerdings nur bedingt: Anne und Mario mussten ständig zwischen den Räumen hin und her springen, um sich Zeichen zu geben, wann eine Moderation beginnen oder enden sollte. So entstand ein Teil der Sendung zwischen Wohnzimmer und Gäste-WC.

Internationale Gäste und ein eigener House-Sound

Die erhaltenen Mitschnitte zeigen, wie international das Programm von The Housemusicfactory war. Zu den Gästen gehörten unter anderem DJ Sneak, Boris Dlugosch, Dixon, Bobby D’Ambrosio, John Acquaviva und Tony Humphries. Neben Mario als Resident-DJ brachten sie unterschiedliche Perspektiven auf House mit: von Vocal- und Garage-House bis zu tieferen und raueren Clubtracks.

1997 – Mit Hotmix zu EVOSONIC

Als EVOSONIC Radio am 1. Mai 1997 in Köln auf Sendung ging, passte der neue Sender ziemlich genau in die Welt, aus der auch The Housemusicfactory kam. Elektronische Musik lief rund um die Uhr, gestaltet von DJs und Musikredakteuren, mit viel Freiraum und aktuellem Clubsound.

Nach ihrer Zeit mit The Housemusicfactory bei JAM FM boten Anne und Mario EVOSONIC ihr Sendungskonzept an und setzten dort mit Unterstützung von Tilo Fischer ihre Arbeit fort. Daraus entstand HOT.MIX.ninety.7, mit festem Sendeplatz am Donnerstag von 20 bis 23 Uhr. Ein Jahr später wurde daraus HOT.MIX.ninety.8. House blieb im Mittelpunkt, internationale Guest-DJs spielten ihre Sets und Mario stand weiterhin regelmäßig selbst hinter den Turntables.

Record News und Kontakt zu den Hörern

Die erhaltenen Hotmix-Mitschnitte zeigen, dass die Sendung mehr war als drei Stunden DJ-Mix. Anne präsentierte die Record News mit neuen Releases und Remixen. Dazu kamen Ausgehtipps aus der Kölner Clubszene, Verlosungen und direkter Kontakt mit den Hörern per Telefon, Fax und E-Mail. Da ging es um die Party am nächsten Abend im Paff, um Specials im Apollo oder darum, wer gerade hinter den Turntables stand.

Zwischendrin übernahmen Gäste wie Kerri Chandler, Grant Nelson, Frankie Feliciano, Bobby D’Ambrosio, Steve “Silk” Hurley, Pat Cue oder Disco Gessner. Einige Namen waren schon aus der JAM-FM-Zeit vertraut, andere kamen hinzu. Frankie Feliciano hinterließ sogar eine eigene Station-ID: “Hi, this is Frankie Feliciano and you’re listening to Hot Mix 98 on Evosonic Radio.”

Radio mitten im Kölner Nachtleben

Auch die Umgebung passte zum unkonventionellen Charakter des Senders. Die ersten EVOSONIC-Studios befanden sich in der Follerstraße in Köln, nur einen Steinwurf vom Schokoladenmuseum entfernt. Als das Gebäude verschwinden sollte, zog die Crew auf die andere Rheinseite ins Bootshaus. Im Dachgeschoss entstanden neue Studios – Radio direkt über einem Club. Die Nähe zwischen Sendung und Nachtleben bekam damit eine ganz eigene Adresse.